Beispielflächen

Vom Wunsch zur Umsetzung

 – ein Überblick –

 

 

 

Mittlerweilen haben wir rund 90 Flächeneigentümer:innen auf Ihrem Weg vom Wunsch nach mehr Natur und Nachhaltigkeit auf Ihren Flächen bis zur Umsetzung begleitet.

 

Das nehmen wir doch gerne zum  Anlass für einen Rückblick und um uns bei allen Beteiligten zu bedanken.

 

 

 

Demonstrationsfläche in Teisbach

5 ha Acker als Lebensraum für Rebhuhn und Co

 

 

Vor Jahren hat Helmut Harlander die Grundstücke von seinen Eltern übernommen und die damals bestehenden Pachtverträge einfach weiter laufen lassen.
Zusammen mit dem angehenden Agraringenieur und Landwirt Max Garr  konnte mit Hilfe des Vertragsnaturschutzprogramms (VNP) eine gute Lösung für Landwirt und Natur gefunden werden.
Auf der Demonstrationsfläche ist im Sommer 2019 ein „Gedankenpfad“ zum Thema „Wir und die Anderen – vom großen Verschwinden der Arten“ entstanden. Der Pfad, der zwischen Blühflächen und VNP Fläche angelegt wurde kann jederzeit besucht werden.

 

Artenreiche Wiesen für Galloways

Mit Hilfe des Vertragsnaturschutz vom Maisacker zum bunten Grünland

 

Der Biobetrieb Oberkühbuch war auf der Suche nach Weide- und Wiesenflächen für seine Galloway Herde.

Nun kam die Flächeneigentümerin ins Spiel, die sich eine andere Nutzung ihres geerbten Grundes wünschte. Die beiden neuen Vertragspartnerinnen waren sich sofort sympathisch und nun werden die Flächen  im nächsten Jahr unter Vertragsnaturschutzauflagen vom Maisacker zur artenreichen Wiese verwandelt. Wir und die glückliche Flächeneigentümerin freuen uns genauso über den neu geschaffenen Lebensraum wie die Galloways, die sich sicher die Kräuterwiese schmecken lassen.

 

Ein echtes Generationenprojekt –

Neuverpachtung von Ackerflächen in Niederwinkling

 

 

Drei Generationen der Familie Wallner als Flächeneigentümerinnen waren sich einig: Nachdem ihr früherer Bewirtschafter die Landwirtschaft aufgab,wollen sie nun ihre Ackerflächen in Niederwinkling, Lkr. Straubing an einen Biobetrieb verpachten. Dank eines wunderbar funktionierenden Netzwerk über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Hans-Lindner-Stiftung fanden die Eigentümerinnen den Weg zu A.ckerwert.  Zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Straubing und den neuen Pächtern vom Naturlandbetrieb der Familie Retzer wurden noch Ideen für zusätzlichen Arten- und Naturschutz und mögliche Förderprogramme besprochen.

 

 

 

 

 

Noch mehr Freiheit in Garneck

Wiesen und Weiden für Rinderhalter Jetzlsperger

 

Dem Verpächter Herbert Salzeder ist wichtig, dass sein Boden die Vitalität und somit seine Wertigkeit behält oder sogar besser wird. Deshalb hat er sich für die Verpachtung seiner Flächen für den Betrieb von Familie Jetzlsperger in Garneck entschieden.

Dessen Leitgedanke ist die Achtung der Tiere und der verantwortungsvollem Umgang mit der Natur. Das heißt Ganzjahresfreilandhaltung, Leben im Herdenverband, Besamung durch Natursprung, natürliche Aufzucht der Kälber.  Geschlachtet werden die Tiere direkt auf der Weide per Bolzenschuss. Der Betrieb hat schon Erfahrung mit Naturschutzprojekten in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Rottal-Inn.

 

 

BIOplus   auf  Ackerland

Artenschutzmaßnahmen ergänzen Bioanbau

 

Familie Unterholzner als Flächeneigentümer hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch am Ende stand fest: „Wir wollen eine deutliche Veränderung für unsere Ackerflächen hin zu mehr Natur und nehmen die Verantwortung für unseren Grund und Boden an.“

Der neue Pächter, BIOLAND Bauer Jakobus Limmer war von Anfang an dabei als es nun darum ging, Vorschläge für eine Verbesserung der Artenvielfalt aber auch der Bodenvitalität zu erarbeiten. Nach Beratungen durch die BIOLAND Naturschutzexpertin Fr. Schertler standen die Maßnahmen fest. Das Vertragsnaturschutzprogramm als geeignetes Förderinstrument wird einen Teil des Mehraufwands für den Landwirt finanziell ausgleichen. 

 

SChöpfungsverantwortung auf Kirchengrund

Evangelische Gemeinde Vilsbiburg will mehr Natur auf ihren Grundstücken

„Wie können wir als evangelische Gemeinde Schöpfungsverantwortung vor Ort übernehmen?“ mit dieser Frage wandte sich Pfarrer Michael Lenk an A.ckerwert. Die 1000qm große Wiese im Anschluss an den Geisenhausener Friedhof soll der erste Schritt zu mehr Natur auf den verpachteten Flächen der Kirchengemeinde sein. Wir freuen uns über diesen Schritt und wünschen uns noch viele weitere Kirchenverantwortliche, die das Thema Schöpfungsbewahrung auf Kirchengrund ernst nehmen.

 

 

Ein blütenreich entsteht

Familie Breu lässt auf 12.000 qm eine Blühfläche für Hummeln & Co entstehen

Der Wunsch nach einer Veränderung in der Nutzung ihrer Ackerflächen bestand für Familie Breu aus Wendelskirchen schon länger. In Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz wurde schon eine Hecke angelegt.
Jetzt lässt die Familie mit Hilfe des Projekts BienenBlütenReich des Netzwerks Blühende Landschaft ein buntes Mosaik für Bienen, Hummeln und viele andere Blütenbestäuber entstehen. Das Saatgut wird über das Netzwerk zur Verfügung gestellt. Die Fläche stellt die Familie kostenlos zur Verfügung.
Die Motivation ist klar: “Wir wollen was für die Artenvielfalt tun und wichtigen Lebensraum schaffen und damit Vorbild sein statt nur zu reden.“

 

Blumenbunt statt grasgrün

– die Wiesengeschichte von Dieter Gewies

Als sein vorheriger Pächter die Wiese von Dieter Gewies direkt hinter seinem Haus nicht mehr selbst bewirtschaftet sondern einem Lohnunternehmer das Mähen überlässt, stellt der ehemalige Further Bürgermeister fest, dass immer schwerere Traktoren rollen.

Der Wunsch des Naturliebhabers nach einer schonenderen Nutzung wird immer lauter. Bei einem gemeinsamen Termin von Gewies, Fachberater Pschibul-Markgraf und A.ckerwert wird nicht nur die Wiese auf ihr Artenreichtum geprüft sondern auch Maßnahmen erarbeitet, wie das Blühen, Summen und Krabbeln erhalten und verbessert werden kann.

Der neue Bewirtschafter, ein Nachbar von Gewies lässt sich gerne auf die Vereinbarungen ein, Gewies verzichtet sogar ganz auf den Pachtzins und freut sich statt dessen über mehr „bunt im grün“. 

 

 

 

Blühfläche statt Maisanbau

Familie Angerstorfer freut sich an Feldhasen in ihrer Nachbarschaft

Als Jäger weiß Walter Angerstorfer aus Höfen bei Dingolfing, dass frühere Allerweltsarten wie Feldhase, Rebhuhn und Fasan mittlerweile nicht mehr selbstverständlich in unserer Agrarlandschaft anzutreffen sind. Deshalb war für ihn die Entscheidung nicht schwer, aus seinem Maisacker im letzen Jahr eine Blühfläche zu machen. Tatkräftige Unterstützung bekam er von seinem Bruder und seinem Vater. Nun blüht die Fläche direkt an seinem Haus schon im zweiten Jahr zur Freude von Feldhase und Co. Seiner Frau macht er mit der bunten Blütenpracht eine ebensolche Freude. Sie sagt: „Seit letztem Sommer stehen immer frische Blumen auf unserem Tisch.“

 

Flächeneigentümerin Evi Breu:

      “Die Anregungen durch A.ckerwert gaben uns die letzten wichtigen Informationen,
um vom Wunsch zur Umsetzung zu kommen.“