Mitmachen

Was kann ich tun?

Bevor Pächter:innen und Verpächter:innen miteinander ins Gespräch kommen, sollten sie sich einige Leitfragen beantworten können.

Um sinnvolle und finanzierbare Maßnahmen umzusetzen, ist danach in der Regel eine fachliche Beratung notwendig.

als Verpächter:in

als Kommune

als Landwirt:in

Mitmachen als privater Verpächter:in

Leitfragen

  • Wo liegt die Motivation für den Veränderungswunsch?
  • Welche Aspekte der derzeitigen Bewirtschaftungsweise sollen verändert werden? 
  • Ist eine Veränderung der Bewirtschaftung mit dem derzeitigen Pächter möglich? (Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem derzeitigen Pächter:in, oftmals ergeben sich daraus schon gute Lösungen)
  • Bin ich bereit, auf einen Teil der Pachteinnahmen zu verzichten?
  • Welche Informationen brauche ich, um in einen fruchtbaren Dialog zu gehen? (z.B. mögliche Förderprogramme, Sinnhaftigkeit der Maßnahmen auf dieser Fläche, Pachtpreisniveau vergleichbarer Flächen)

Mitmachen als Kommune

Auf der einen Seite sind Kommunen wichtige Multiplikatoren für Themen rund ums Verpachten. Denn sie sind häufig auch mit den Auswirkungen konfrontiert, wenn die Bewirtschaftung von Landwirtschaftsflächen nicht optimal ist. Z.B. durch die Folgen starker Erosionsereignisse.

Kommunen als Verpächter

Kommunen sind aber auch selbst Flächeneigentümer und können durch die kooperative Gestaltung von Pachtvereinbarungen wertvolle Impulse für  Boden- und Erosionsschutz, Grundwasserschutz oder Biodiversitätsverbesserungen setzen.

Wichtig dabei sind Lösungen, die sowohl zur Kommune und deren Ziele als auch zu den jeweiligen Bewirtschaftern passen. Dazu müssen die Beteiligten ins Gespräch kommen, Ideen müssen geschmiedet werden und am Ende müssen Lösungen gefunden werden, die für alle ein Gewinn sind.

Praxisbeispiele finden Sie hier:

https://www.ackerwert.de/beispiele/

 

Video über den Markt Ergolding:

Mitmachen als Landwirt

Das Projekt A.ckerwert will Landbewirtschaftern die Möglichkeit geben, zusammen mit den Flächenverpächtern, neue Wege der nachhaltigen Bewirtschaftung zu erarbeiten. Dabei spielen ein fairer Pachtpreis, Passung der Maßnahmen in die Betriebsstruktur, Langfristigkeit und Vertrauen eine wichtige Rolle.

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Chance oder Bevormundung?

Dass Flächenverpächter über die Bewirtschaftungsform mitbestimmen wollen, kann im ersten Moment verunsichern. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen allerdings ein anderes Bild. Neue Lösungen, die für beide Seiten ein Gewinn sind, können erarbeitet werden. Offenheit, Kompromissfähigkeit und ein fairer Dialog sind allerdings Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen.

Die Chancen für Landwirte liegen auf der Hand:

 

  • Möglichkeit, im zunehmenden Konkurrenzdruck an Bewirtschaftungsflächen zu kommen
  • Faire Pachtpreise, die sich nicht an der Maximierung des Pachtzinses sondern an Nachhaltigkeitsaspekten orientieren
  • Durch das Zusammenspiel von Verpächter und Pächter entsteht oder festigt sich gegenseitiges Verantwortungsgefühl und Verbindlichkeit, welche sich beispielsweise in Vertragslaufzeiten auswirken kann.
  • Durch eine Auseinandersetzung mit Alternativen können neue Ideen und Aspekte der Betriebsführung ins Rollen gebracht werden.

Landwirt Max Garr:

„Ich will die Akzeptanz der Verbraucher für die Landwirtschaft zurückgewinnen.“